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Ein Freund...*könnte triggern*

am Sa Mai 13, 2017 5:09 pm

#1 | Ein Freund...*könnte triggern*
datum27.07.2012 15:42
[Online] Cita
Beiträge: 737
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Blog: Meine Gedanken...
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Am 21.03. (am Geburtstag meines jüngsten Bruders) ging ich, wie oft zu dir hoch um Wäsche zu waschen. Ich klingelte, aber du öffnetest die Tür nicht. Ich steckte den Schlüssel, den du mir vor Monaten gegeben hattest in dein Schloss und öffnete die Tür. Ich war schockiert. Es stank. Der Flur und das Bad waren komplett verdreckt. Deine eigene Scheiße auf dem Boden verteilt. Ich beugte mich vor um die Zwischentür zu deinem Wohnraum weiter auf zu stoßen. Du knietest vor deinem Sofa. Ich wusste nicht, ob du eine beige Hose anhattest oder untenrum gar nichts. Ich drehte mich zu meinem Freund um und sah ihn an.
Wir schlossen deine Wohnungstür wieder und gingen zurück in meine Wohnung. Wir überlegten, was wir tun sollten. Ich spürte Wut auf dich. Dass du mit dem Alkohol übertrieben hast. Wut, dass du dich so gehen lässt. Und Ekel vor deiner Wohnung. Ich wollte nicht noch einmal hoch gehen.
Nach etwa zehn Minuten des Gefühlschaos entschied ich mich den städtischen Notdienst anzurufen. Ich hörte die Verzweiflung und das Zittern in meiner Stimme. Die Frau erklärte mir unfreundlich, dass wenn du ein Alkoholproblem hast du das nicht erst seit gestern hast und das kein Notfall sei. Dass sie ohne deine Zustimmung ohnehin keinen Notarzt schicken dürften und, ob du ansprechbar bist. Ich sagte, dass ich das nicht weiß, beschrieb ihr den Zustand deiner Wohnung und, dass du vor dem Sofa knietest, wir aber nicht ganz in deiner Wohnung waren. Sie meinte, dass wir nochmal hoch gehen sollen um zu gucken ob du ansprechbar bist.
Mein Freund wollte dann alleine hoch gehen, aber das wollte ich nicht. Ich wollte dabei sein und ich wollte in dem Moment nicht alleine sein, also ging ich mit. Wir zogen uns Straßenschuhe an statt Hausschuhen. Dann schloss ich erneut deine Wohnung auf. Ich hielt die Lust an und ging direkt zum Fenster um es zu kippen. Ich hörte meinen Freund zweimal deinen Namen sagen. Als ich vom Fenster wieder in den Raum trat, legte mein Freund einen Arm um mich und schob mich aus deiner Wohnung. Im vorbeigehen warf er dir noch ein Handtuch auf dein nacktes Hinterteil. Als deine Wohnungstür wieder zu war und wir davor standen sah er mich an. Schüttelte nur den Kopf und meinte du seiest eiskalt. Ich hatte das Gefühl zusammen zu brechen. Zu fallen in ein endloses Loch. Doch ich stand noch. Ich bat ihn den Notarzt zu rufen, ich war nicht mehr in der Lage dazu.
Dann gingen wir vor die Haustür und warteten. Es kam ein Notarztwagen. Dann ein Krankenwagen. Wir gingen mit hoch. Ich gab einem der Männer meinen Schlüssel und wir standen auf dem Flur und warteten. Nach wenigen Sekunden kamen die Rettungssanitäter wieder raus. Man konnte nichts mehr machen, du warst tot. Dann kamen auch die Notärzte wieder raus. Den einen kannte ich, aber er hatte mich nicht wieder erkannt. Ich weiß nicht, ob ich froh war oder nicht.
Dann gingen wir wieder alle vor die Haustür und warteten auf die Polizei.
Irgendwann kamen die Tränen doch noch. Ich hatte wieder das Gefühl zu fallen und mir wurde schwindelig. Ich gab meinem Freund meinen Schlüssel, dass er mir Taschentücher holen konnte. Dann kam die Polizei. Mein Freund war noch drin und ich klingelte bei mir. Dann gaben wir der Polizei den Schlüssel und warteten weiterhin vor der Haustür.
Der Notarzt kam irgendwann zu uns und fragte ob mit mir alles OK sei. Ob ich das schaffe, da ich ja auch nicht gerade die Stabilste sei, wie er weiß. Er hatte mich erkannt, als ich bei mir geklingelt hatte. Ich nickte nur.
Zwischendurch machte ich Anrufe. Sagte Ergotherapie ab und rief meine Betreuerinnen an.
Die Polizisten stellten mir Fragen. Wann ich ihn zuletzt gesehen hatte. Meine Daten. Nach seinen Verwandten.
Dann mussten wir auf die Kripo warten. Mein Freund fragte, ob wir in meine Wohnung gehen dürfen, dass ich mich hinsetzen kann und was trinken kann. Wir durften.
Nach einer Weile wollten wir zu ihm gehen, bzw. ich erstmal zu meiner Betreuerin, die auf mich wartete. Wir gingen wieder hoch zu deiner Wohnung und klingelten. Einer der Kriminalpolizisten kam raus. Lehnte die Tür an, dass ich nichts sehen konnte. Mein Freund meinte später, dass sie dich auf den Boden gelegt hatten. Der Kriminalpolizist stellte mir die gleichen Fragen, wie die Polizisten vorher auch schon. Ich fragte, ob ich meinen Schlüssel wieder haben kann, den du von meiner Wohnung hattest. Er meinte, dass er keine Ahnung hat, wo der sein könnte und dass deine Wohnung auch ziemlich chaotisch ist, wie ich ja wüsste. Ich meinte, dass du deinen Schlüssel immer hinter der Tür an einem Haken hast oder auf der Kommode. Er ging rein und kam mit deinem Schlüsselbund wieder raus. Ich machte meinen Wohnungsschlüssel ab und wir konnten gehen.

Ich redete zwei Stunden mit meiner Betreuerin, die alle Termine abgesagt oder verschoben hatte. Dann war ich bei meinem Freund. Ich lag die meiste Zeit heulend auf seinem Bett. Oder ich telefonierte. Meine beste Freundin kam abends vorbei. Wir redeten kaum, aber es tat gut, dass sie da war. Dann entschied ich mich in die Klinik zu fahren, weil ich gar nicht mehr klar denken konnte und mit den Nerven völlig am Ende war. Die Ärztin war froh, dass ich in die Klinik gekommen war...

Nach ein paar Tagen konnte ich auch wieder gehen.

Zwei oder drei Wochen später war ich dann ziemlich schlecht drauf. Redete nur noch davon mir das Leben zu nehmen, weigerte mich aber in die Klinik zu gehen. Bis mein Freund schließlich die Polizei rief. Der Beamte erkannte mich sofort wieder. Er hatte mir die Fragen zu dir gestellt. Ich redete nicht mit ihnen, nicht viel. Weigerte mich ihm meine Daten zu geben, was sinnlos war, da er sie ohnehin noch in seinem Notizblock stehen hatte. Dann riefen sie einen Krankenwagen und wiesen mich per Beschluss in die Klinik ein.

Meine Betreuerin versuchte über deine Betreuerin heraus zu finden, wann und wo du beerdigt werden würdest. Doch deine Betreuerin wusste bis dahin nicht, dass du gestorben warst. Sie gab mir eine Telefonnummer von einer Friedhofsverwaltung, wo ich nachfragen sollte, dann war sie im Urlaub. Bis heute weiß ich nur, dass du in einem anonymen Urnengrab liegst. Ich weiß noch nicht einmal auf welchem Friedhof und hatte es auch nicht geschafft die Verwaltung anzurufen...

Ich frage mich bis heute warum du sterben musstest. Ob ich es hätte verhindern können, wenn ich hartnäckiger darauf bestanden hätte, dass du wegen deiner wochenlangen Bauchschmerzen zum Arzt gehst...Wenn ich vor deinem Tod mehr Zeit gehabt hätte und öfters zu dir hochgegangen wäre...
Ich habe Schuldgefühle, weil ich in dem Jahr, wo wir uns kannten mehrfach versucht habe mein Leben zu beenden und dann du, der leben wollte gestorben bist. Und ich vermisse dich. Vermisse es einfach zu dir hoch gehen zu können, wenn mir danach ist. Wenn es mir schlecht ging konnte ich zu jeder tages- und nachtzeit zu dir kommen. Du warst immer dagegen, dass ich in die Klinik gehe. Konntest nicht verstehen, warum ich versuchte mich umzubringen. Und hast nach Gründen dafür gesucht. Hast einige meiner Gedichte gelesen. DIch mit mir unterhalten. Manchmal stundenlang. Hast mir bei einem Projekt geholfen und mir das Bauzeichnen beigebracht. Hast mich dazu verdonnert zu dir zum Essen zu kommen weil du wusstest, dass ich das gerne mal vergessen habe. Hast gefragt, wann du mal wieder für mich kochen darfst. Hast dich jedes Mal gefreut, wenn ich zu dir kam. Wir haben Kaffee getrunken. Einmal wollte ich mich umbringen da rief ungünstigerweise meine Schwester aus Australien an. Da hatte ich dann nur etwas getrunken und war dann zu dir hoch gegangen.
Du hast mein Geheule ertragen und wolltest mich teilweise nicht wieder alleine in meine Wohnung lassen, wenn es mir schlecht ging oder meintest, dass du dann vor meiner Tür auf dem Boden schlafen würdest, wenn ich dich nicht reinlasse. Einmal hatte ich über 20 Schlaftabletten genommen und etwas getrunken als du vor meiner Tür standest. Du hast meine Wohnung nicht verlassen. Gewartet. Mich dazu gebacht in der Klinik anzurufen. Du hast mit dem Arzt gesprochen, wolltest mir die Klinik ersparen und hast gefragt, was passieren kann und ob ich zuhause bleiben kann, wenn du die ganze Nacht bei mir bleibst. Der Arzt hat in der Giftnotrufzentrale angerufen und nachgefragt, aber die Menge war Überwachungspflichtig, weshalb er einen RTW vorbei schickte.
Du hast dich über meine Tabletten lustig gemacht. In den Kopf eines Weihnachtsmannes ein Loch gemacht und bunte Smarties hinein getan und gesagt: "Morgens die gelben, mittags die grünen und abends die blauen."
Du hast mir Geschichten aus deinem Leben erzählt. Von deiner Arbeit. Von deinem Sohn, den deine Ex-Frau mit zwei bei dir abgesetzt hat und mir sieben wieder entführt hat. Du hattest kein Sorgerecht bekommen und er musste in ein Heim. Du hattest für deinen Schwiegervater gearbeitet nur um mal ein Foto von ihm zu Gesicht zu bekommen. Wenn du von ihm, deinem Papageien oder dem Hund erzählt hast fingen deine stumpfen Augen an zu leuchten.

Als wir uns kennen gelernt haben, hatte ich Angst vor dir. Die ersten drei Mal, wo ich bei dir Wäsche gewaschen habe, hielt ich meinen Schlüssel umklammert und bin vorher Kampfsportübungen im Kopf durchgegangen. Achtete, dass ich stets mein Handy dabei hatte.
Beim vierten Mal blieb ich bei dir auf einen Kaffee. Du hast erzählt und wir haben uns drei Stunden unterhalten. In diesen drei Stunden hattest du mir mehr Lebensmut gegeben, als jede Therapie in den Jahren zuvor. Ich wollte dir helfen. Versuchte im Internet deinen Sohn zu finden. Ohne Erfolg.
Am Anfang warst du mit meinem Besuch etwas überfordert. Du warst vereinsamt und keinen Besuch gewohnt...Später hattest du sogar immer Milch im Haus, weil du wusstest, dass ich Kaffee ohne Milch nicht mag. Du hast mich immer deine gute Fee genannt und selbst deine Betreuerin sagte mir, dass es dir wesentlich besser geht, seit du mich kennst...
Kurz vor deinem Tod hattest du ihn zwei oder dreimal getroffen. Bei deienm Schwiegervater, der dir immer gesagt hatte, dass er keinen Kontakt zu dir haben möchte. Was sich als falsch erwies.

Du warst ein Freund und ein Vater für mich geworden. Ein Vater, den ich nie in der Form hatte...

Heute habe ich noch oft die Bilder im Kopf, wie wir dich gefunden haben. Und noch öfter habe ich das Bedürfnis einfach zu dir hochzugehen und mit dir einen Kaffee zu trinken.

Am meisten Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit!
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#2 | RE: Ein Freund...*könnte triggern*
datum29.07.2012 20:54
[Offline] Alphawölfin
Beiträge: 447
Registriert seit: 29.03.2012
Blog: Alphawölfins Blog
Wohnort: Schweiz
Geschlecht: weiblich
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Es tut mir von Herzen leid ...das du ihn verlohren hast.
ich hab angst hier etwas falsches zu schreiben ..
Floskeln lasse ich also weg ...aber was bleibt ist einfach nur das ...
Versuche eben die schönen Tage und Stunden in deinem Herzen zu behalten , dann ist er immer bei dir.
und die schlimme Szene wid dich noch verfolgen aber ...sie wird durch gutes ersetzt werden.
In dem Text merkt man all deine Gefühle hast du toll geschrieben ...
ich bin immer für dich da ..wenn auch nur von Fern ..
Alpha

Man hat mich gemobbt,geschlagen, vergewaltigt ...doch im Geiste bin ich wieder stark und frei geworden ..ich lasse nicht zu das ihr gewinnt!
Gedanken sind frei ...schrei(b) sie raus ...
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#3 | RE: Ein Freund...*könnte triggern*
datum16.08.2012 23:40
[Offline] Eve
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Hey,
es tut mir so leid, was du erlebt hast und dass du ihn verloren hast.
Ich kann deine Gefühle sehr gut nachvollziehen und fühle gerade mit dir, dass ich mit den Tränen kämpfen muss.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und der Schmerz wird bleiben, aber du lernst, damit umzugehen.
Lg, Eve.
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#4 | RE: Ein Freund...*könnte triggern*
datum17.08.2012 15:01
[Online] Cita
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danke euch beiden...ich bin nur froh, dass mein Freund dabei war, ich habe keine Ahnung, was ich sondt gemacht hätte...
Manchmal denke ich, dass er so lange auf mich aufgepasst hat, bis ich meinen Freund gefunden hatte und kurz nachdem er wusste, dass da jemand ist, der sich um mich kümmern kann, ist er gegangen...(das will mein Freund nicht hören, weil er meint, dass er dann ja irgendwie für den Tod verantwortlich wäre, aber so ist das nicht gemeint...)
LG Cita

Am meisten Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit!
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#5 | RE: Ein Freund...*könnte triggern*
datum18.08.2012 13:21
[Offline] Eve
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Bitte...
Es war gut, dass dein Freund dabei war.
Deinen Gedanken finde ich schön, vielleicht hat er wirklich so lange gewartet, bis du deinen Freund gefunden hast, damit du jemanden an deiner Seite hast.
Ich kann gut verstehen, dass dein Freund das nicht hören will... Ich gebe mir selbst die Schuld am Tod meines Opas... aber das kann man irgendwie nicht genau vergleichen, weil... Ihr beide ward wenigstens da...
Lg
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#6 | RE: Ein Freund...*könnte triggern*
datum18.08.2012 21:46
[Online] Cita
Beiträge: 737
Registriert seit: 09.10.2011
Blog: Meine Gedanken...
Geschlecht: weiblich
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Liebe Eve,

ich gebe mir auch eine Teilschuld an dem Tod des Freundes. Ich war eine Woche nicht bei ihm und er hatte Wochenlang Bauchschmerzen...Er lag schon zwei oder drei Tage tot dort...
Mein Opa ist auch vor etwas als einem halben Jahr gestorben. Ich hatte ihn 2008 das letzte mal gesehen oder gesprochen...Meine Psychiaterin hatte mir angeboten mir schriftlich zu geben, dass ich aus psychischen Gründen nicht in der Lage bin zu der Beerdigung zu gehen. Ich habe es abgelehnt. Meine Familie hätte das nicht verstanden und die Distanz wäre noch größer geworden. Also bin ich hingefahren...Es war hart, ich habe meine damals 11 Jährige Schwester vollgeheult. Sie war süß, ich hab sie gefragt, ob ich eine Heulsuse bin und sie meinte nach längerer Bedenkzeit: "Bei traurigen Angelegenheiten schon..." Ich hatte meine Verwandten auch Jahre nicht gesehen. Meine Tante zu der ich am meisten Kontakt hatte, hatte irgendwann nicht mehr auf meine Briefe geantwortet. Ohne Begründung...Ich hatte sie dort darauf angesprochen und sie meinte, dass es sie zu sehr belastet...meine Erkrankung etc. dass sie für sich nichts positives aus der Beziehung ziehen kann...Naja, es hat wehgetan, aber ich kann es irgendwo verstehen...
Was mir von meinem Opa geblieben ist sind Erinnerungen...wie er 2008 mit mir auf dem Verkehrsübungsplatz war und mir das Anfahren mit Handbremse am Berg beigebracht hat. Dass ich 2006 auf dem Geburtstag meiner Oma mit ihm getanzt habe und er mir gezeigt hat, dass man den Takt spüren muss...Davon hatte ich mal Fotos aber ich habe alles durchsucht und sie nicht wieder gefunden...Ich habe nur ein kleines Passfoto von ihm, was er mir als Kind mal in mein Poesiealbum geklebt hatte...Für mich kam der Tod plötzlich, alle wussten, dass er seit Jahren Krebs hatte, nur ich hatte keine Ahnung...
Von meinem Freund habe ich nicht einmal ein Foto. Ich weiß nicht auf welchem Friedhof er liegt. Ich war bei seiner Beerdigung in der Klinik. Wusste nicht wann die Beerdigung genau war.
Wir müssen es wohl einfach akzeptieren. Uns bleibt nichts anderes übrig. Wir können es nicht verhindern oder beeinflussen. Und wir haben beide keine Schuld! Auch du nicht!

LG Cita

Am meisten Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit!
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#7 | RE: Ein Freund...*könnte triggern*
datum18.08.2012 23:03
[Offline] Eve
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Hey Cita,
da hast du recht, wir müssen es akzeptieren und wir können es nicht wieder rückgängig machen... Und: wir sind nicht Schuld, doch momentan geht das einfach nicht in meinen Kopf hinein... Ich wünschte, es wäre anders... Es ist gut, dass du zur Beerdigung deines Opas gegangen bist. Finde es sehr traurig, dass dir deine Tante nicht geantwortet hat und dass sie sowas gesagt hat... Kann ich gut nachvollziehen, dass das weh getan hat. Trotzdem: du bist nie alleine.
Ein tag vor meinem 13. Geburtstag ist meine Tante gestorben (20.03.2005). Sie hatte seit 3 Jahren Krebs und ich habe es nicht gewusst... Plötzlich war sie einfach nicht mehr da... Und ich war so wütend auf meine Familie, weil sie mir nichts gesagt haben... Erinnerungen habe ich zwar nicht mehr viele... aber ein Foto, kurz vor ihrem Tod...
Glg, Eve
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#8 | RE: Ein Freund...*könnte triggern*
datum20.08.2012 14:05
[Offline] Alphawölfin
Beiträge: 447
Registriert seit: 29.03.2012
Blog: Alphawölfins Blog
Wohnort: Schweiz
Geschlecht: weiblich
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Wenn man älter ist wie ich ist Tod ein ständiger Begleiter.
Ich habe viele schon zu Grabe getragen. Aber es wird nie normal ..der Schmerz ist jedesmal da...
Doch ich habe gelernt loszulassen ..ich glaube nur dieses loslassen hilft uns mit Trauer und Verlust umzugehen.
Vielmals haben die die krank sind angst etwas zu sagen , weil das auch heisst es zu akkzeptieren. Die Krankheit wird dann zur Realität.
Vieles geschieht auch zu unsrem Schutz ...weil sie denken man kann das Leid nicht tragen ...
Cita dein Freund floh warscheinlich genau dieser Realität aus ...und das ist nicht deine Schuld.
Jeder von uns muss Entscheide selber und alleine fällen ..und wenn diese falsch sind ..sind nur wir daran schuld ...
und folgen die passieren ...auch .
kein anderer auch du nicht Cita bist daran schuld.
Wenn jemand schuld ist dann die, die ihn zu dem gemacht hatten ...aber nicht du die ihm Trost gab.
lg Alpha

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#9 | RE: Ein Freund...*könnte triggern*
datum20.08.2012 20:29
[Online] Cita
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Lieber alpha,
Danke für deine worte..das tut gut das so gesagt zu bekommen aber die wirkliche akzeptanz dafür ist noch nicht erreicht...
Ich hoffe, dass ich es bald selber glauben kann...
Lg cita

Am meisten Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit!
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#10 | RE: Ein Freund...*könnte triggern*
datum21.08.2012 19:50 (zuletzt bearbeitet: 21.08.2012 19:51)
[Offline] Traumtänzer
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Das hoff ich auch sehr, liebe Cita, denn ich finde, Alpha hat recht.

LG Matthias

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