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Tiere /reiten als Therapie

am Mo Jun 05, 2017 8:44 pm

#1 | Tiere /reiten als Therapie
datum29.12.2011 19:02
Red Lyca ( gelöscht )


Wenn ich mich einsam verlassen, angespannt, oder einfach nur leer fühle ...
Wenn mein Selbstthass hoch, meine Panik steigt oder meine Rachegefühle steigen...
Habe ich nur einen Skill....

Ich rufe meine Freundin an und zusammen fahren wir hoch zu ihren Pferden...
Nur sie zu sehen , riechen fährt meine bösen Selbsthass oder Rachegefühle runter.
Sie zu berühren ....ist für mich wie Baldrian für meine Seele.
Tiere sind einfach da sie hören uns zu ...und sagen uns durch einen Nasenstupser, ein kleines Miau oder einfach den Kopf zu uns hinunter legen alles ist ok ...du bist Ok.
Ich weiss Tiere sind nicht für jeden......
Aber ich hab gedacht ich schreibe es gleich mal hierhin.

Wenn ich dann auf das Ross steige und dieses grosse Tier es zulässt das ich es reite....ist das ein Gefühl von Freiheit.
Ich lasse ihm die Zügel frei und zusammen reiten wir los.
Die Luft saug ich ein tief und berugigend.
Im Winter die kalte Luft lässt mich meinen Körper fühlen...
Im Sommer fühle ich die Sonne und die Luftströhme an meiner Haut...

Schritt...Trapp ....und das finale im schnellen Galopp durch Wälder , Felder die Zeit steht still ..nur noch ich und das Pferd für einen kurzen wundervollen Moment bin ich frei und geniesse nur ....wenn ich dem Pferd vertraue schliesse ich manchmal für kurze Zeit die Augen spüre seine Muskeln, höre seinen Atem , seine Hufe die Stimmen der Natur und ich bin frei....
Weit weg von allem...
Ich halte das Pferd an und fühle nur mich das Pferd , sein warmes verschwitztes Fell, sein Atem der sich langsam wieder beruhigt....
Und genauso fahre ich mich runter ..fühle mich leicht ...ruhig ...vereint....

Und dann geht es wieder Richtung Stall .....

Für mich sind die Tiere Therapie und Skill zugleich....

Reiten ist eine wundervolle Sache und vieleicht auch etwas für dich ....

Tiere sind da sie fragen nicht , meine Katze ...ein Hund ...egal was es ist einfach da...
und schenkt dir bedingungslose Liebe....

Manchmal ändert ein kleiner Moment alles.. gib ihm die Chance dazu ..!! Die Natur und die Tiere sind der beste Therapeut sie hören zu und ärgern sich nicht über deine Rechtschreibfehler ..
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#2 | RE: Tiere /reiten als Therapie
datum29.12.2011 20:03
[Offline] Traumtänzer
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diese Methode kann ich gut nachvollziehen.
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#3 | RE: Tiere /reiten als Therapie
datum30.12.2011 12:30
[Online] Cita
Beiträge: 737
Registriert seit: 09.10.2011
Blog: Meine Gedanken...
Geschlecht: weiblich
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Liebe Lyca,

das ist echt ein guter Skill finde ich. Ich reite auch gerne habe bloß keine Gelegenheit dazu, kein Geld und nur abends Zeit...und ich kann es nicht wirklich. Schritt und Trab bekomme ich hin, aber galoppiert bin ich nur zweimal kurz, das eine mal an der Lounge, da wär ich fast nach außen runter gefallen und einmal ist das Pferd auf dem Platz plötzlich angaloppiert, was es nicht sollte...

Tiere sind generell ziemlich einfühlsam. In Gedenken an meine beiden Zwergkaninchen, die ich bis vor einem Jahr hatte ein paar Zeilen...Der Lion war so ein richtiger kleiner Rabauke und ziemlich intelligent. Man hatte teilweise das Gefühl, dass er jedes Wort versteht, der hat auch auf viele Wörter reagiert und mit uns fern gesehen, das war lustig, und wehe man ist ihm vors bild gelaufen...da konnte er vöse gucken...und in der Werbung war er dann immer im Nachbarzimmer. In der alten Wohnung durfte er frei rumlaufen. Wenn er etwas angestellt hatte brauchte ich nur sauer "Hase" zu sagen, da hat er drauf reagiert oder wenn meine Zimmertür zum Flur offen stand, ist er, jeden Muskel angespannt, zur Schwelle geschlichen, weil er genau wusste, dass er nicht in den Flur darf und ich glaube er hat dann immer darauf gewartet, dass ich etwas sage...wenn ich dann nur ermahnend "Hase" gesagt hatte, war er ganz schnell wieder im Zimmer verschwunden...bei dem Wort Karotte kam er immer angelaufen und Lofties (Getreidekissen) hat er geliebt und mir sogar ganz vorsichtig aus den Lippen gefischt. Das war total süß. Und abends, ca. 5 Minuten nachdem ich das Licht ausgemacht hatte, kam er zu mir ins Bett, setzte sich neben meinen Kopf, hat geguckt ob alles OK ist und war wieder im Zimmer. Wenn meine ehemalige Mitbewohnerin im Nachbarzimmer ein Geräusch gemacht hat, saß er wie ein Wachhund an meinem Bettende mit gespizten Ohren und starrem Blick auf die Tür, ich glaube wäre sie dann rein gekommen, hätte er sie angefallen...
Als ich einen Monat in Therapie war und mit meiner Zimmernachbarin telefonierte, hätte ich nie geglaubt, dass man sich über eine Stunde über ein Kaninchen unterhalten kann. Aber auch am Telefon hat er auf meine Stimme reagiert und nachdem er mich beim ersten mal überall gesucht hatte, hat er kapiert, dass ich in dem Hörer bin und hat seine Luftsprünge gemacht...
Wenn es mir gut ging hielt er es keine fünf Minuten aus auf meinem Arm zu kuscheln...aber wenn es mir nicht gut ging, hatte ich ihn stundenlang vollheulen können, das hat ihn nicht gestört...und wenn ich mal ein oder zwei Tage nur im Bett war, kam er auch nicht aus seinem Häuschen raus...
Dann habe ich ihm Trine aus dem Tierheim dazu geholt. Die beiden waren von der ersten Sekunde an unzertrennlich und waren es auch am Ende noch. Trine war verschmuster als der Rabauke. Aber nach fünf Minuten kuscheln hat er im Käfig nen Rappel bekommen und sie überall gesucht...
Und Tapete, Bücher, Ordner oder Pappkisten hat er mir alle zerfressen, das fand er toll...

Vor ca. einem Jahr habe ich die beiden wieder ins Tierheim gebracht. Mir fiel es schwer und ich war am zittern wie blöde, aber da ich sie aus dem tierheim geholt hatte, durfte ich sie an niemanden weiter geben und ich selber war zu oft und zu lange in der Klinik, am Ende hatten sie kaum noch gefressen und getrunken, sie hatte aufgehört sich ordentlich zu putzen und sie haben mir den ganzen Käfig auseinander genommen. Dann hatte ich in ihrem Sinne entschieden, dass das nicht mehr geht...
Aber sie wurden an eine Familie mit Kindern vermittelt und das war vermutlich für die beiden das Beste, auch wenn ich sie noch oft vermisse. Vor allem meinen kleinen Rabauken, der oft meine Narben an den Armen abgelckt hat und bei Rosendurft durchgedreht ist...

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